Bei der Frühjahrsbegehung am 22. und 23.04. war das Messteam aufgrund der Schnee- und Wetterverhältnisse gefordert. Bei sonnigem Wetter wurde am Ostersonntag begonnen, am Folgetag starker Wind mit Schneetreiben. Bei den Sondierungen in den Schneeschächten wie auch mit dem Radar waren überdurchschnittliche Schneemengen festzustellen. Der Schneeaufbau zeigte sich sehr homogen. Das Fehlen von Eislinsen lässt auf ein bis dato geringen Anteil an Schmelzwasser in der Schneedecke schließen. Dies erklärt auch die gegenüber dem Vorjahr geringere Schneedichte trotz der großen Schneehöhen. Die Schneeschächte am Eisstein mit 6.32 Meter und unterhalb der Steinerscharte mit 7.85 liegen jeweils ein Drittel über dem mehrjährigen Mittel. Der Schneeschacht unterhalb der Steinerscharte ist der tiefste jemals gegrabene Schacht am Hallstätter Gletscher seit Beginn der Messungen 2006.